Tipps und Wissenswertes

Wie kommt der Ökostrom zu Ihnen nach Hause?

Ökostrom ist gefragter denn je. Aber was ist Ökostrom eigentlich, wie kann man ihn von herkömmlichem Strom unterscheiden? Welche Art von Strom von welchem Anbieter er beziehen möchte, kann jeder Verbraucher seit der Liberalisierung des deutschen Strommarkts selbst entscheiden. Trotzdem liefert jede Steckdose physikalisch weiterhin überall den gleichen Strom. Wie ist dies zu verstehen?

Für Ökostrom gibt es kein eigenes Stromnetz. Aus Ihrer Steckdose kommt also nicht direkt unser LÜNESTROM aus Norwegen. Zuerst wird er in das deutsche Gesamtnetz eingespeist, welches man sich vereinfacht als einen See vorstellen kann. Dieser Stromsee versorgt alle deutschen Haushalte mit Energie, unabhängig von ihrer Versorger- und Tarifwahl und wird von verschiedenen Flüssen gespeist. Er beinhaltet daher Strom unterschiedlicher Herkunft (auch „Grau-Strom“).

Sie können genau genommen also nicht bestimmen, welcher Strom physikalisch aus Ihrer Steckdose kommt. Was aber viel wichtiger ist: Sie können entscheiden, wie der Strom hergestellt wird. So sorgen Sie dafür, dass die von Ihnen verbrauchte Energie durch neu eingespeisten Ökostrom aufgefüllt wird.
Je mehr Menschen Strom aus erneuerbaren Energiequellen nachfragen, desto sauberer wird der deutsche Stromsee. Mit dem Bezug von reinem Ökostrom erhöhen Sie den Anteil an Ökostrom im gesamten Strom-Mix und verdrängen so konventionelle Energieträger. Bildlich gesprochen wird der Zufluss von Atom- oder Kohlestrom reduziert. Die Energiewende rückt Stück für Stück näher.


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